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Freitag, 20. Juni 2014

Karen Perry
Bittere Lügen

Als ich das Buch in der Buchhandlung sah, gefiel mir auf Anhieb das Cover. Vor allem die Farben. Der Buchtitel machte mich auch neugierig und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, stand ich quasi schon an der Kasse. 

"Bittere Lügen", im April 2014 im Fischer Scherz Verlag erschienen, erzählt die traurige Geschichte einer jungen Familie, die durch eine Katastrophe auseinandergegrissen wird. Ein wirklich gelungenes Erstlingswerk des irischen Autorenpaars Karen Gillece und Paul Perry. Beide Autoren sind Jahrgang 1972 und leben mit ihren Familien in Dublin. 

Doch worum geht es genau in dem Buch? Bei einem heftigen Erdbeben verlieren Harry und Paul ihren einzigen Sohn Dillon. Jeder der beiden versucht auf seine Weise mit diesem Unglück fertig zu werden. Bei den kläglichen Versuchen wieder die Normalität in ihren Alltag zu bringen scheitern und Harry und Robin scheinen sie sich immer weiter voneinander zu entfernen. Und dann trifft Harry der Schlag: er ist davon überzeugt, seinen totgeglaubten Sohn in Dublin gesehen zu haben! Aber kann das sein? Dillon ist inzwischen schon mehr als fünf Jahre tot! Wer würde ihm schon glauben? Kann er sich auf sich selbst verlassen und auf das, was er glaubt, gesehen zu haben? Harry will die Wahrheit herausfinden und beginnt Recherche zu betreiben. Was er dabei herausfindet, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorzustellen gewagt.
Die Geschichte ist so toll erzählt, dass ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen habe. Es ist eine spannende und kluge Geschichte, die mich als frischgebackene Mutter doppelt berührt hat. Harry und Robin könnten Nachbarn von nebenan sein, sie wirken zu jederzeit real, obwohl ihnen so ein seltenes und furchtbares Schicksal widerfahren ist.

Für mich persönlich ist "Bittere Lügen" eines der besten Bücher, dass ich in der letzten Zeit gelesen habe. Zwei überraschende Wendungen ließen mich plötzlich den Atem anhalten, weil ich so gespannt war, wie es an diesen Stellen weitergehen würde.
Ob es ein Happy End? Das möchte ich nicht sagen, denn das würde zu viel verraten. Aber eines ist sicher: das Buch ist mehr als lesenswert!

Kaufempfehlung? Aber ja doch!

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